Puttkamer und der Alte Garnisonsfriedhof zu Berlin 

Nicht nur auf dem Invalidenfriedhof zu Berlin findet man Puttkamer, sondern auch auf dem Alten Garnisonsfriedhof. Er ist der älteste Militärfriedhof Berlins ( Nähe Rosenthaler Platz) und stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Die dazugehörende Alte Garnisonskirche, die zweieinhalb Jahrhundete das Stadtbild mitprägte, wurde 1943 zerstört und 1961 von der DDR abgetragen. (In dieser Kirche war z.Bsp. die kleine Amalie Florentine. Tochter von Oberstleutnant Alexander Heinrich-Klockow-Bramstedt 1791 beigesetzt)
Der Friedhof entwickelte sich im 19.Jahrhundert zu einer vornehmen Begräbnisstätte. Die heute erhaltenen Grabmale stammen zumeist aus dieser Zeit. Ab 1854 wurden Offiziere auf dem Invalidenfriedhof beigesetzt. Obwohl am Anfang des 20.Jahrhunderts sämtliche Friedhöfe in der berliner Innenstadt für Bestattungen geschlossen waren, bestand dieser Offiziersfriedhof aufgrund der Bemühungen des Militärgouverneurs bis 1945 weiter. 
Unter den zahlreichen ranghohen Offizieren sind viele Namen deutscher Militärgeschichte zu finden, aber auch einige prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur.Hier liegen z.B. General v. Lützow ( Freikorps gegen Napoleon ), Friedrich de la Motte Fouqué (Dichter der Romantik), General v. Holtzendorff (Freiheitskriege) oder Wilhelm v. Braun ( Widerstand gegen Hitler) 
Aber auch ein Puttkamer Grabmal ist erhalten. Es erinnert an Hermann-Grumbkow und ist ein gußeisernes Grabkreuz aus der Blütezeit des berliner Eisenkunstgusses, den Werkstätten der kgl. Eisengießerei. 

Hermann war Garde-Artillerist, nahm mit dem Charakter als Hauptmann seinen Abschied und widmete sich dann dem Eisenbahnbau in Preußen. Er war „Spezialdirektor“ der Berlin-Potsdamer Eisenbahn, zu deren Gründern er gehörte. ( Wohl deshalb restaurierte das Kreuz die Deutsche Bahn AG im Zeitraum 1995 bis 1997.) 
Mit der Vorbereitung des Baus der Berlin-Magdeburger Eisenbahn befaßt, starb er 1844 in den besten Jahren „an einem Nervenfieber“. Seine Frau Rudolphine , geb. v. Zitzewitz a.d.h. Turzig heiratete anschließend den Garde-Artilleristen Hauptmann Eduard v. Gerschow. Sie starb wenige Jahre später und ruht neben den vier vorher verstorbenen Kindern, die sie mit Hermann hatte, ebenfalls auf dem Garnisonsfriedhof.

Hubertus, Hebr.-Kl.Gustkow 

Quellen: www.garnisonfriedhof-berlin.de