Robert Victor v. Puttkamer
(jüngeres Nossin / Eugen)

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Als Innenminister Preußens, war er auch Vizepräsident und Vertreter Bismarcks im preußischen Kabinett.

 

 

 

Robert Victor

* Frankfurt/Oder 5.5.1828, + Karzin 15.3.1900

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XVIII 1131 (NFG St. 688)

Nach dem Abitur auf einem Berliner Gymnasium studierte er in Heidelberg, Genf und Berlin und machte beide juristischen Staatsexamen. Er trat von Anfang an in den Verwaltungsdienst. 1861-1866 Landrat im Kreise Demmin, 1867-1871 Vortragender Rat im Bundeskanzleramt, 1871-1874 Regierungspräsident in Gumbinnen, 1874-1876 Bezirkspräsident in Metz, 1876-1877 Oberpräsident in Schlesien, 1878-1881 Preuß. Kultusminister, 1881-1888 Preuß. Innenminister; von Kaiser Friedrich III. entlassen da zu konservativ, 1891 von Kaiser Wilhelm II. zum Oberpräsidenten von Pommern ernannt. Er war lange MdR der konservativen Partei. Kaiser Wilhelm II. verlieh ihm u.a. den Schwarzen Adlerorden, die höchste preußische Auszeichnung, sowie des das Großkreuz des Hohenzollerschen Hausordens. Wilhelm II. wollte ihm anlässlich des 70. Geburtstages die Grafenwürde verleihen, die Robert jedoch ablehnte und dafür bat, der Gesamtfamilie die Präsentation für das preußische Herrenhaus zu gewähren, die dann auch erfolgte.

Robert erbte 1882 vom Bruder seiner Mutter das Gut Karzin bei Stolp; er begründete damit den Nebenzweig Karzin des Geschlechtes.

Robert war seit 1854 verheiratet mit Ida v. Puttkamer, mit der er 5 Söhne und 2 Töchter hatte.

Robert war zwar streng konservativ, hatte sich aber auch durch seine ausgleichende und rechtlich denkende Art einen Namen gemacht, sodass ihn Bismarck ihn in das Ministeramt berief, mit dem Ziel den Kulturkampf mit der katholischen Kirche zu beenden. Als Innenminister Preußens, war er auch Vizepräsident und Vertreter Bismarcks im preußischen Kabinett.

Mit Erlass vom 21. Januar 1880 führte er in den Schulen Preußens die vereinfachte deutsche Rechtschreibung ein.

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