Haus Treblin

Haus Treblin

Treblin liegt ziemlich zentral im nördlichen Teil des Kreises Rummelsburg und gehört zum unmittelbaren Ausstrahlungsgebiet von Zertin und Poberow. Das "Haus" ist also ein Zweig des Astes Zettin-Poberow. Da schon 1579 der "neue Hof" (= Vorwerk Neuhof) entstand, ist zu schließen, daß ein "alter Hof" schon vorher bestand, die Besiedlung also spätestens Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgte. Treblin bestand also aus mehreren "Höfen", von denen Neuhof und Altschäferei zeitweise eigene Ortschaften waren. Treblin blieb bis 1945 immer im gleichen Stamme. Es ist allerdings seit Ende des 17. Jahrhunderts mehrfach "auf Zeit" oder teilweise verpfändet worden, wurde aber immer wieder eingelöst.

Die Größe Treblins betrug 1945: 4259 ha, davon 678 ha landwirtschaftliche Nutz­fläche, 2989 ha Wald.

Seit dem Tode von Georg-Henning (1872-1937) war Treblin im Besitz einer Erben­gemeinschaft seiner Witwe und seiner Kinder. Nach dem Tode seiner Mutter Käthe geb. v. Eisenhart-Rothe, 1963, ist, da beide Brüder im Kriege gefallen sind und auf der Flucht auch die einzige Schwester starb, der alleinige Anspruchsberechtigte für Treblin Georg-Loreriz C,· 1906).

Treblin heißt heute polnisch: Trzebielino.

Materialien: Eine ausführliche Beschreibung von Treblin, die der letzte Besitzer 1960 verfaßte, befindet sich beim Familienarchiv. Das Haus Treblin hat zur Zeit fünf männliche Vertreter.

Im Rodungsgebiet des "Puttkamer- Waldes" ist von Treblin, obwohl es selbst eben erst angelegt worden war, die Gründung von Grünwalde, Ponickel und Saaben ausgegangen. Das alte Haus Grünwalde (s.Haus Kremerbruch; Haus Klein-Gustkow) war also ein Nebenzweig von Treblin. Als es 1854 im legitimen Stamme erlosch, waren allerdings die Grünwalder Lehnsgüter be­reits seit einem halben Jahrhundert an das Haus Kremerbruch veräußert. Der letzte Besitzer von Grünwalde aus dem alten Trebliner Nebenzweig war der Prälat von Kammin Friedrich Albert Theodor (1767-1854). Er war Junggeselle, hatte jedoch drei uneheliche Söhne, von denen er zwei - nach damaligem Recht ohne Adelsprädikat- auf den Namen "Puttkammer" adop­tierte und zu Erben für seine übrigen Güter (Fritzow und Raddack, s. Haus Deutsch-Karstnitz) einsetzte. Der Streit darüber wurde vom Lehnsgericht zugunsten der legitimen Agnaten (s. Haus Deutsch-Karstnitz) entschieden. Ein männlicher Vertreter dieses illegitimen Nebenzweigs Grünwalde aus dem Hause Treblin lebt, 70jährig, noch in den USA. Ein Sohn aus Treblin erwarb 1686 Deutsch-Karstnitz im Kreise Stolp. Die beiden Häuser blieben bis ins 19. Jahrhundert eng verbunden, werden aber heute als selbständige betrachtet (s. Haus Deutsch-Karstnitz).


Grünwalde Mai 2013