Marie Madeleine Frfr. v. Puttkamer geb. Günther
(Wollin-jg.Nossin/Jassen)

Active Image(1881-1944)

Schriftstellerin und Lyrikerin

* Eydkuhnen 4.4.1881, + Katzenelenbogen 27.9.1944 – NFG St. 640 – XIX 1214

 

 

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Schrieb unter ihrem Vornamen als Pseudonym „Marie Madeleine“, für die damalige Zeit erotisch empfundene Belletristik – Novellen und Gedichte. Deswegen kam es zu Differenzen mit dem Familienverband, weswegen ihr Mann aus dem Verband austrat.

Verheiratet mit Generalmajor Heinrich Frhr. v. P., ein Sohn.

 

Hörprobe:

 

Zu Ihren Werken zählen folgende Veröffentlichungen:

  • Auf Kypros. (Gedichte) Vita Vlg., Berlin 1900
  • Das bisschen Liebe. (Schauspiel in 4 Akten) Continent Vlg., Berlin 1900
  • Die drei Nächte. (Liebeslieder) Sklarek, Berlin 1901
  • Aus faulem Holze. (Novellen) ca. 1902
  • Krabben. (Seebadgeschichten) Continent Vlg., Berlin 1903
  • Arme Ritter! (Roman) Continent Vlg., Berlin 1904
  • In Seligkeit und Sünden. (Gedichte) Continent Vlg., Berlin 1905
  • Der rote Champion. Moeser, Leipzig 1906
  • Die Kleider der Herzogin. (Roman) Continent Vlg., Berlin 1906
  • Die letzte Hürde. (Skizzen) Grethlein, Leipzig 1907
  • Die Stelle, wo sie sterblich sind ... (Novellen) Grethlein, Leipzig 1908
  • Die Wegweiserin. (Roman) Berlin 1908
  • Brennende Liebe. (Novellen) Elischer, Leipzig 1910
  • Katzen. Continent Vlg., Berlin 1910
  • Die heiligsten Güter. (Novellen) Elischer, Leipzig 1911
  • Die rote Rose Leidenschaft. Elischer, Leipzig 1912
  • Pantherkätzchen. (Roman) Ullstein, Berlin 1913
  • Der süße Rausch. Elischer, Leipzig 1916
  • Taumel. (Gedichte) Borngräber, Berlin 1920
  • Die Töchter des Prometheus. (Novelle) Paetel, Berlin 1926
  • Ihr schlechter Ruf. (Roman) Munz, Leipzig 1928

Aufsehen erregte sie im Jahr 1900 mit ihrer erotischen Lyrik-Sammlung Auf Kypros, die 1910 bereits in der 37. Auflage erschien. Letztere erfreute sich besonders großer Beliebtheit in den Salons der höheren Gesellschaft. Literarisch gebildetere Zeitgenossen wie der Kritiker Willy Haas freilich "lachten (sich) scheckig über soviel parfümierte literarische Brunst". Haas bezeichnete die lyrischen Ergüsse der Marie Madeleine als Paradebeispiele des Victorianismus im geschnürten Mieder, das schon aus allen Nähten kracht und stellte sie damit immerhin in eine Reihe mit Frühwerken der späteren "Genies" Richard Dehmel und Edvard Munch.